Preis- und Einflussfaktoren auf den Heizölpreis
Der Heizölpreis in Deutschland ist von vielen Faktoren abhängig, die meisten Personen können an den heimischen Tankstellen in Extremsituationen Preissteigerungen von mehreren Prozent beobachten. Die Gründe für eine Preissteigung sind vielseitig, besonders bekannt sind die saisonalen Unterschiede. Da in den Schulferien besonders viele Personen tanken, schießen die Heizölpreise besonders schnell nach oben. Dies ist vor allem auf die hohe Nachfrage zurückzuführen. Heizöl kann typischerweise in den Monaten Juni und Juli am günstigsten eingekauft werden, während der Zeit der Heizsaison in den Monaten Oktober bis Januar steigen die Preise auf ihren Höchstpunkt.
Politische Faktoren
Ein Großteil der Heizölvorräte wird aus den USA geliefert, falls die Lagerbestände dort besonders hoch sind, bleibt der Preis in Europa konstant auf einem niedrigen Niveau. Besonders bemerkenswert sind auch die Preissteigerungen, falls ein politischer oder wirtschaftlicher Konflikt stattfindet. Nachdem Georgien und Russland in einem starken politischen Streit verwickelt waren, verweigerte Russland die Lieferung von Gas und Heizöl, dieses führte jedoch über Pipelines durch Georgien nach Europa. Durch den politischen Konflikt der beiden Staaten, stiegen die Heizölpreise in Deutschland enorm schnell an. Falls die Konjunktur abflacht, sinken die Preise zumeist auch, dies konnte vor allem in der vergangenen Immobilien- und Finanzkrise beobachtet werden.
Ökonomische Faktoren
Da die Wirtschaft aufgrund von fehlenden Aufträgen wesentlich weniger Heizöl benötigt, sinkt die Nachfrage nach dem fossilen Rohstoff und damit auch dessen Preis. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Heizölpreise ist der Währungseinfluss, denn falls der Euro sehr stark wird, verteuern sich die Preise für Heizöl. Preisanstiege werden jedoch nicht nur durch physische Vorfälle verursacht, sondern auch durch psychische Vorgänge. Durch die Angst vor Verknappungen der Versorgung, kaufen viele Firmen immense Mengen an Rohöl und lagern dieses für zukünftige Projekte, hierdurch steigt der Preis für Heizöl ebenfalls wieder an. Durch die so genannten Hamsterkäufe bleibt die Nachfrage nach Heizöl konstant und der Preis steigt somit weiter an.
Unfälle und höhere Gewalt
Ein weiterer Grund für eine Verteuerung der Heizölpreise kann in Unfällen der Raffinerien liegen, denn falls eine Raffinerie oder eine Förderanlage abbrennt, verbrennen täglich mehrere hunderttausend Liter Öl, wodurch ein Liefer-Engpass entsteht. Dies fiel im Juli in der deutschen Stadt Kösching vor, dort brannte eine Raffinerie über mehrere Tage. Nach einem Unfall in einer arabischen Großförderanlage, stieg der Preis für Rohöl um bis zu 20 Prozent an. Einen starken Einfluss auf den Preis können ebenfalls Naturkatastrophen ausüben, als der Hurrikan "Bill" an den Küsten der USA tobte, stieg der Heizölpreis um knapp 20 Prozent an. Die Ölförderanlagen und Pipelines am Golf werden immer wieder durch verschiedene Stürme gefährdet, diese Förderstopps werden teilweise jedoch durch Erdölvorräte aufgefangen. Preisanstiege werden jedoch nicht nur durch physische Vorfälle verursacht, sondern auch durch psychische Vorgänge. Durch die Angst vor Verknappungen der Versorgung, kaufen viele Firmen immense Mengen an Rohöl und lagern dieses für zukünftige Projekte, hierdurch steigt der Preis für Heizöl ebenfalls wieder an. Durch die so genannten Hamsterkäufe bleibt die Nachfrage nach Heizöl konstant und der Preis steigt somit weiter an.